Die Sagrada Familia in Barcelona

In unserem heutigen Beitrag berichten wir mal nicht über Teneriffa, sondern Barcelona eine der facettenreichsten Städte Spaniens.

Sagrada Familia

Sehenswerte Kunstmuseen wie Museu Fundació Joan Miró und Museu Picasso begeistern Kunstfreunde aus aller Welt. Geschichtlich interessierte Besucher finden römische Ruinen, mittelalterliche Monumente wie die Kathedrale Santa Eulàlia oder das gotische Stadtviertel Barri Gòtic mit seinen malerischen Gassen. Eine besondere Anziehungskraft besitzt Barcelona auf Architekturliebhaber: Der bekannteste Sohn der Stadt ist der Architekt Antoni Gaudí. Zahlreiche Bauwerke wie Casa Milà, Casa Vicens oder Casa Batlló stammen von ihm. Sein Lebenswerk ist jedoch ohne Zweifel die unvollendete Kirche Sagrada Família.

Grundsteinlegung und Baubeginn

Grundsteinlegung

Eine Reise zu den eindrucksvollen Gotteshäusern Italiens inspirierte im Jahr 1874 den Buchhändler Josep Maria Bocabella zu seiner Idee, in Barcelona ein durch Spenden finanziertes Gotteshaus erbauen zu lassen. Den ersten Entwurf einer dreischiffigen Kirche mit schlichtem Erscheinungsbild fertigte der Architekt Francesc de Paula del Villar an. Am 19. März 1882 erfolgte die Grundsteinlegung, bei der auch Antoni Gaudí anwesend war. Rund ein Jahr nach Beginn der Bauarbeiten kam es zu heftigen Streitigkeiten zwischen Villar und der Bauleitung. Nach dem Rücktritt des Architekten wurde ein junger Mitarbeiter des bekannten Baumeisters Joan Martorell mit der Projektleitung beauftragt: Antoni Gaudí.

Die Entstehung eines Monuments

Die Krypta der Kirche ließ Gaudí zum größten Teil nach den Plänen von Villar errichten, an denen er nur wenige Änderungen vorgenommen hatte. Bereits einige Zeit vor der Fertigstellung der Krypta im Jahr 1889 fanden die ersten Gottesdienste an diesem Ort statt. Während dieser Bauphase begann der kreative Architekt mit der grundlegenden Umänderung des Gesamtkonzeptes. Ursprünglich sollte die Kirche als einfaches Gotteshaus im neuromanisch-neugotischen Stil erbaut werden, Villars Bauplänen zufolge sollte sie einen niedrigen Vierungsturm sowie einen schlanken Fassadenturm ohne nennenswerte Besonderheiten erhalten. Im Laufe der Jahre nahm Gaudí immer wieder unzählige Änderungen an den Entwürfen vor. Aus den Plänen für ein bescheidenes Gotteshaus wurde so die Vision eines einzigartigen Monuments. Nachdem Antoni Gaudí im Jahr 1926 an den Folgen eines Straßenbahnunfalles verstarb, gerieten die Bauarbeiten immer wieder ins Stocken.

Die Vollendung der Unvollendeten

Die Sagrada Familia in Barcelona

Bis in die heutige Zeit ist die Bauphase des eindrucksvollen Architekturkunstwerkes nicht endgültig abgeschlossen. Die Sagrada Família erinnert in ihrem Erscheinungsbild an eine überdimensionale Sandburg mit überbordender Verzierung. Aufgrund der langen Bauzeit weist sie eine Verbindung verschiedener Baustile vom gotischen Historismus über den Modernisme bis zum abstrakt-expressionistischen Stil Gaudís späterer Jahre auf. Papst Benedikt XVI. weihte die Sagrada Família im Jahr 2010 und erhob sie zur Basilica minor. Die neuesten Pläne sehen derzeit eine Fertigstellung des Meisterwerks zu Gaudís hundertstem Todestag im Jahr 2026 vor. Idealerweise liegen in Barcelona zahlreiche, zentral gelegene Hotels und B&B in unmittelbarer Nähe des eindrucksvollen Gotteshauses, wie das Hotel Sagrada Família. Nur wenige Hundert Meter entfernt bietet sich den Gästen von der Dachterrasse ein atemberaubender Blick auf Gaudís Lebenswerk.

Auf den Spuren Gaudís

Die Sagrada Familia in Barcelona 2

Überall in Barcelona finden sich Spuren des kreativen Architekten und machen einen Besuch dieser modernen Metropole zu einem einzigartigen Erlebnis für Architekturkenner und natürlich Leihen. Die Stadt ist dank einer charmanten Mischung aus Kultur, modernem City-Lifestyle, delikaten Gaumenfreuden und entspanntem Strandleben ein sehenswertes Reiseziel für unvergessliche Urlaubsmomente.

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